Sicher unterwegs auf Hochrhein und Thur
Floss an Wiffe

Beim Spass auf den Fliessgewässern lauern Gefahren

Der Hochrhein und die Thur bieten ein besonderes, aber auch gefährliches Naturerlebnis. Wer jedoch einige elementare Regeln befolgt, minimiert das Risiko.

Präventionskampagne Keine Haie im RheinDie Hochrheinstrecke zwischen Eschenz und Schaffhausen und die Thur locken jedes Jahr Tausende von Wassersportlern an. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die teilweise ortsunkundigen "Böötler" und Badenden vor allem auf und in dem schnell fliessenden Gewässer die Gefahren vielfach unterschätzen.

Damit das Vergnügen nicht zum Albtraum wird, müssen unbedingt die elementaren Verhaltensregeln beachtet werden.



Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

Merkblatt "Sicherheit Thur"  [PDF]
Merkblatt "Sicherheit Hochrhein"  [PDF]
Merkblatt "Vorsicht beim Brückenspringen"  [PDF]
Kampagne "Keine Haie im Rhein"  [PDF]



Hochrhein: Vorsicht vor Schiffen und Wiffen

Badende (Schwimmer) und Führer von so genannt motorlosen Vergnügungsschiffen (Schlauchboote, Kajaks, etc.) müssen sich ausserhalb des markierten Fahrwassers aufhalten, am besten in der Nähe des Ufers. Es gilt, genügend Abstand zu Fahrgast- oder Kursschiffen, Wiffen und Brückenpfeilern einzuhalten. In Diessenhofen ist die Begegnung mit Kursschiffen besonders heikel: Dort muss auf die rechte, beziehungsweise deutsche Rheinseite ausgewichen werden, da die Kursschiffe die ganze Rheinbreite zum Wenden benötigen.

Wenn Boote nicht rechtzeitig am verabredeten Zielort eintreffen, muss unverzüglich die Polizei (Notrufnummer 117) informiert werden. Ebenso, wenn nach einer Havarie das Boot oder persönliche Effekten im Wasser zurückbleiben oder sich ein Wassersportgerät losreisst und leer davontreibt. Wer ein Boot steuert, sollte vorab den unbekannten Flussabschnitt erkunden, keinen Alkohol trinken und sich von ortskundigen Personen beraten lassen.

Informationen finden Sie auch im untenstehenden Video aus dem Jahr 2010.




Es dürfen nur vorschriftsgemäss gekennzeichnete Boote eingesetzt werden. Bei einer Länge von über 2,5 m Länge braucht es ein behördlich zugeteiltes Kennzeichen, alle anderen Wasserfahrzeuge müssen mindestens mit Name, Adresse und Telefonnummer des Eigentümers versehen sein. Jedes Boot hat eine Nutzlast, die nicht überschritten werden darf.

Auf keinen Fall dürfen Boote zusammengebunden werden, weil so an Fahrwasserzeichen sehr gefährliche Situationen entstehen können. Die verantwortlichen Personen müssen dafür sorgen, dass Kinder und ungeübte Schwimmer immer eine passende Rettungsweste mit Kragen oder einen Rettungskragen tragen. Auch beim sich-treiben-lassen gilt es, immer aufmerksam zu bleiben.

Thur: Unberechenbar und riskant

Obwohl sie teilweise breit und scheinbar gemächlich fliesst, ist die Thur ein Wildbach, der auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Die Thur gilt als nicht schiffbares Gewässer, das Befahren geschieht deshalb auf eigene Gefahr. Kritische Stellen sind unter anderem Wehre und Schwellen, wo Boote und Luftmatratzen leicht in den Wasserwalzen hängenbleiben können. Aber auch Steine, Sandbänke, Äste und ganze Baumstämme bergen grosse Risiken. Je nach Wetterlage kann die Thur innert kurzer Zeit zu einem reissenden Fluss werden.

 

Zusätzliche Informationen und Links:

Merkblatt "Schlauchboote Hochrhein"  [PDF, 383 KB]
Merkblatt "Schwimmen Hochrhein"  [PDF, 235 KB]
Broschüre "Schwimmen, Schnorcheln, Schlauchboot" der bfu  [PDF, 679 KB]

Link "Wildbach Thur"
Link "Willkommen im Thurtal"